Pressetext
Moonshot Economy: ESA, Politik und Investmentbanken im Dialog mit Studierenden an der Frankfurt School
Frankfurt am Main, 30. Mai 2026
Für einen Abend verwandelte sich die Mensa der Frankfurt School of Finance & Management in einen ungewöhnlichen Begegnungsraum: Wo tagsüber Studierende essen, diskutierten am 29. Mai ein ESA-Direktor, eine hessische Landesministerin, eine Vizepräsidentin der IHK Frankfurt sowie Vertreter von Barclays und aus dem Investment Banking — zunächst auf dem Panel, anschließend gemeinsam mit Studierenden, Gründerinnen, Investoren und Vertretern der Creator Economy an einer offenen Kücheninsel.
Eröffnet wurde der Abend von Prof. Dr. Nils Stieglitz, Präsident und Geschäftsführer der Frankfurt School, gemeinsam mit Bernd Breiter, Initiator des Smart Rebel Clubs. Der Kern des Abends: Die nächste Generation diskutierte nicht über, sondern mit jenen Akteuren, die Europas Space Economy heute gestalten — aus Raumfahrt, Politik, Wirtschaftsförderung und internationalem Investment Banking.
Moonshot Economy — der Markt von morgen?
Im Zentrum des Abends stand die Frage, ob die „Moonshot Economy“ bereits investierbar ist — und welche Rolle Europa zwischen staatlicher Förderung und privatwirtschaftlicher Kommerzialisierung spielt. Moderatorin Sarah Schmidtke gliederte die Diskussion entlang zweier Leitfragen: Warum jetzt? Und warum hier — im Rhein-Main-Gebiet, das mit ESA/ESOC in Darmstadt, dem Internetknoten DE-CIX, einer dichten Forschungslandschaft und dem Finanzplatz Frankfurt zentrale Bausteine einer Space Economy bündelt.
„Wir haben derzeit rund 15.000 Satelliten im erdnahen Orbit, die noch funktionsfähig sind — und etwa 11.000 davon gehören einem einzigen Anbieter. Die Vision ist in diesem Fall längst Wirklichkeit.“
Dr. Rolf Densing, ESA
„Wir müssen uns aus der Komfortzone herausbewegen und schlichtweg mehr europäisch denken.“
Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation
„Als Logistikerin kann ich sagen: Wir kommen ohne das, was im Weltall stattfindet, gar nicht mehr aus. Wir müssen nur die Bedenkenträger überwinden und moderner werden.“
Susanne Freifrau von Verschuer, IHK Frankfurt am Main
„Nach der Vision brauche ich eine Wirtschaft, an der Investoren teilhaben können — mit konkreten Zahlen, Kapitalfluss und Wachstum.“
Florian P. Meyer, Executive Director, Goldman Sachs
„Vor fünf Jahren war es extrem schwierig, in Europa Wagniskapital für diese Industrie zu finden. Das hat sich massiv geändert — aus den Ideen von heute wird die Realwirtschaft von morgen.“
Joshua Hager, Barclays
Das Format: drei Akte
Der Smart Rebel Club ist weder Vortragsreihe noch klassisches Networking-Event.
Akt 1 — Impuls & Dialog: Fünf Perspektiven aus Raumfahrt, Politik, Wirtschaftsförderung und Banking eröffneten den Abend, kein Frontalvortrag, sondern Austausch.
Akt 2 — Übergang: Musik öffnete den Raum zwischen Panel und Küchentisch, die Bühne löste sich auf.
Akt 3 — Club Kitchen: Gemeinsamer Austausch um eine offene Kücheninsel, mit DJ und Live-Violine — hier traten formale Rollen zurück. Kulinarischer Partner: The Ash.
Der Ursprung: eine Space Club Kitchen auf der ISS
Die Space Club Kitchen hat einen real umgesetzten Ursprung: Bei der World Club Dome Space Edition 2019 kündigte Bernd Breiter gemeinsam mit ESA-Astronaut Dr. Matthias Maurer an, einen Club in den Weltraum zu bringen. Während seiner ESA-Mission „Cosmic Kiss“ wurde diese Idee auf der ISS Wirklichkeit: Maurer bereitete als erster Mensch ein vollständiges Gericht im All zu — ein Rendang, angeleitet von Sternekoch Tim Mälzer. Eine von Matthias Maurer signierte Flagge, die an Bord der ISS die Erde umrundete, war auch an der Frankfurt School zu sehen.
Die Panelistinnen und Panelisten
- Dr. Rolf Densing — Director of Operations, ESA/ESOC Darmstadt
- Prof. Dr. Kristina Sinemus — Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation
- Susanne Freifrau von Verschuer — Vizepräsidentin, IHK Frankfurt am Main
- Joshua Hager — Vice President, Barclays
- Florian P. Meyer — Executive Director, Goldman Sachs
Moderation: Sarah Schmidtke. Eröffnung: Prof. Dr. Nils Stieglitz und Bernd Breiter.
„Wir haben kein Wissensproblem, wir haben ein Zugangsproblem. Und diesen Zugang bekommen wir nicht über Argumente, sondern über Emotionen — über Kulinarik und über Musik.“
Bernd Breiter, Initiator des Smart Rebel Clubs