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Der Zug der Demokratie: Begegnungen, Beats und neue Perspektiven zwischen Frankfurt und Berlin
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Frankfurt am Main · Berlin
Ein ICE wird zum Club und Gesprächsraum. Eine Landesvertretung zum Treffpunkt an einer Kücheninsel. Am 11. September 2026 brachten die Smart Rebels junge Stimmen mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Ein Tag zwischen Diskussionen, Musik und der gemeinsamen Frage, wie wir Zukunft gestalten wollen.
Unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein fuhr der Smart Rebel ICE Club Train von Frankfurt nach Berlin. Studierende, Gründerinnen, Gründer und Creator reisten gemeinsam mit Menschen, die in Unternehmen, Forschung, Stiftungen und Politik Verantwortung tragen. Das von Bernd Breiter initiierte Format gab ihnen Zeit, einander kennenzulernen, Fragen zu stellen und unterschiedliche Perspektiven auszutauschen.
Im Zug
Schon unterwegs zeigte sich, was diesen Tag ausmachte. Im selben Wagen wurde diskutiert, zugehört, gelacht und getanzt. Darren Bailie vom Guru Josh Project, bekannt durch „Infinity 2008“, und DJ LEON sorgten zwischen den Gesprächsrunden für Musik. Ein ICE-Wagen wurde zum rollenden Club. Aus Menschen, die sich am Morgen noch fremd gewesen waren, wurden Gesprächspartner.
Mitten in seinem Set wurde Darren Bailie überrascht: An Bord erhielt er eine Goldene Schallplatte. Ein Weltstar, der mit „Infinity 2008“ zwischen Frankfurt und Berlin auflegt und dort ausgezeichnet wird.
Zu den Gästen im Zug gehörte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Singer, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Hirnforschung. Der Hirnforscher diskutierte mit jungen Teilnehmenden über die Frage, wem die Demokratie gehört. Die direkte Begegnung mit einem Wissenschaftler seiner Erfahrung machte es möglich, Fragen persönlich zu stellen und im Gespräch weiterzuentwickeln.
Anastasia Barner führte als Moderatorin durch den Tag. Zwischen den Gesprächsrunden wechselten die Sitznachbarn, Kontakte wurden ausgetauscht und Diskussionen im kleineren Kreis fortgesetzt. Die Fragen der jungen Teilnehmenden trafen auf Menschen, die aus ihrer eigenen Arbeit berichten konnten. Zugleich bekamen diese einen unmittelbaren Einblick in die Erwartungen und Anliegen der nächsten Generation.
An Bord dabei
- Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Singer, Direktor emeritus, Max-Planck-Institut für Hirnforschung
- Dr. h.c. Ann-Kathrin Linsenhoff, Olympiasiegerin, Sportbeauftragte des Landes Hessen, Vorsitzende der Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung
- Dr. h.c. Beate Heraeus, Stifterin und Vorstandsvorsitzende der Beate Heraeus Foundation
- Sarah Schmidtke, designierte CEO, Frankfurt Main Finance
- Gabriele Hässig, Geschäftsführerin Kommunikation und Nachhaltigkeit, Procter & Gamble Gruppe DACH
- Alicja Feltens, Präsidentin, Marketing Club Frankfurt
- Anastasia Barner, Moderation
- Darren Bailie (Guru Josh Project) und DJ LEON, Musik
Ann-Kathrin Linsenhoff und Beate Heraeus brachten Erfahrungen aus Sport, gesellschaftlichem Engagement und Bildungsarbeit in den Austausch ein. In den Gesprächen mit Sarah Schmidtke, Gabriele Hässig und Alicja Feltens ging es unter anderem um den Finanzplatz, Start-ups, Innovation und den Zugang junger Menschen zu Zukunftschancen.
Am Abend in der Hessischen Landesvertretung
Am Abend wurde der Austausch in der Hessischen Landesvertretung in Berlin fortgesetzt. Staatssekretär Benedikt Kuhn, Chef der Hessischen Staatskanzlei, eröffnete die Veranstaltung im Namen von Ministerpräsident Boris Rhein. In seiner Ansprache griff er die Verbindung von Begegnung, Beteiligung und Lebensfreude auf.
Auf dem Podium diskutierten unter anderem Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, Prof. Dr. Nils Stieglitz, Präsident und Geschäftsführer der Frankfurt School of Finance & Management, sowie Heiko Kasseckert, Mitglied des Hessischen Landtags, mit jungen Stimmen wie Leon Pelikan. Im Mittelpunkt standen die Möglichkeiten, gesellschaftliche Zukunft gemeinsam zu gestalten und den Austausch zwischen den Generationen zu stärken.
Eine europäische Perspektive brachte Christoph Kautz ein. Der Direktor für Raumfahrtpolitik, Satellitennavigation und Erdbeobachtung bei der Generaldirektion DEFIS der Europäischen Kommission war live aus Brüssel zugeschaltet. Damit reichte der Dialog an diesem Abend über Frankfurt und Berlin hinaus.
Heiko Kasseckert betonte die Bedeutung von Begegnungsorten außerhalb der üblichen politischen Abläufe. Räume wie dieser ermöglichen Gespräche, die unter anderen Bedingungen möglicherweise gar nicht zustande kämen.
Space Club Kitchen
Mit der Space Club Kitchen verlagerte sich das Geschehen vom Podium an die offene Kücheninsel. Gäste aus Politik und Wissenschaft, Unternehmerinnen und Unternehmer, Studierende und Creator kamen beim Essen und im persönlichen Gespräch zusammen. Die Gespräche aus den Panels gingen hier in anderer Form weiter.
Guru Josh Project und Zhanna an der elektrischen Geige begleiteten diesen Teil des Abends musikalisch. Elektronische Beats und Live-Geige verbanden sich mit der Atmosphäre an der Kücheninsel. Musik und Entertainment waren fester Bestandteil eines Programms, das Menschen über gemeinsame Erlebnisse miteinander ins Gespräch brachte.
Echo
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung begleitete die Fahrt. Am 18. September 2026 erschien die Reportage „DJ und Debatte im rollenden Demokratie-ICE“ von Tim Schellenbach, am 21. September widmete die gedruckte Ausgabe dem Tag eine ganze Seite unter dem Titel „Genug Selfies, jetzt ist Zeit für Politik und Wirtschaft“. Der Bericht schilderte sowohl die Diskussionen als auch die Begegnungen zwischen den Sitzreihen. Sarah Schmidtke hob in ihrem Rückblick die Bedeutung des Zuhörens hervor und berichtete davon, wie Menschen aus unterschiedlichen Bereichen miteinander diskutierten und tanzten.
Wie es weitergeht
Mit dem Zug der Demokratie wurde ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Smart Rebel Convention 2026 gemacht. Vom 23. Oktober bis zum 1. November kommen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region erneut Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen und Generationen zusammen. Ein Höhepunkt ist die International Space Assembly am 31. Oktober in Frankfurt. Auch dort steht die Idee im Mittelpunkt, Menschen zusammenzubringen, die sich im Alltag selten begegnen.
Der Smart Rebel ICE Club Train fand unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Boris Rhein und in Kooperation mit der Hessischen Staatskanzlei statt. Gastgeberin des Berliner Abends war die Hessische Landesvertretung. Unterstützt wurde der Tag von LOTTO Hessen, der Deutschen Bahn und der Frankfurt School of Finance & Management.
„Demokratie braucht Begegnung. Und manchmal einen ICE.“
Beate Heraeus Foundation